Palestine Camp

Bocholt, für viele Juden ein Tor nach Palästina

Das Palestine Camp im Stadtwald

Ausstellung vom 29. Januar bis 04. März 2018

 

 

Bild: „Grand National Belsen . Bocholt . Palestine“ Entwurf eines unbekannten jüdischen Künstlers,  der den Aufbruch nach Palästina symbolisieren sollte.


 

 


Die Ausstellung beleuchtet ein fast vergessenes Detail der Bocholter  Stadtgeschichte:

Als die alliierten Armeen 1945 Deutschland besetzten, fanden sie in den drei westlichen Besatzungszonen etwa 7,2 Millionen „Displaced Persons“ (heimatlose Ausländer) vor. Unter ihnen waren etwa 200.000 jüdische  Überlebende des NS-Völkermordes. In der Britischen Zone wurden 12.000 Menschen in Palestine Transit Camps auf ihre Ausreise nach Palästina vorbereitet. Dort hofften sie, Bürger eines neuen jüdischen Staates zu werden. Auch im Bocholter Stadtwald war ein Palestine Transit Camp eingerichtet. Hier wurden Juden im Rahmen der britischen Aktion „Grand National“ auf ihre Ausreise in das damalige britische Mandatsgebiet Palästina vorbereitet. Etwa 6.500 Juden wurden 1947/48 mit elf Zügen nach Marseille gefahren. Von dort ging es mit Schiffen nach Haifa. Nach dem Abzug der britischen Mandatsmacht  wurde am 14. Mai 1948 durch den späteren Ministerpräsidenten David Ben Gurion in Tel Aviv der Staat Israel ausgerufen.

 

 

 

 

 

 

 

 


Eröffnung und Einführung: Montag, 29. Januar 2018, 19.30 Uhr

Es sprechen:

 

Begrüßung:
Georg Ketteler, Museumsleiter

 


Grußwort der Stadt Bocholt:
Erste Stellv. Bürgermeisterin Elisabeth Kroesen

 


Grußwort des Landesverbandes Westfalen-Lippe der Jüdischen Kultusgemeinden:
Sharon Fehr, Münster

 


Einführung:
Josef Niebur und Hermann Oechtering

 


Musikalische Mitwirkung:
Patricia Strümpfel, Violine



Ausstellungsveranstalter:

VHS-Arbeitskreis Synagogenlandschaften in Bocholt

Gesellschaft für Christlich-Jüdische  Zusammenarbeit Westmünsterland

Deutsch-Israelische Gesellschaft Westmünsterland In Gemeinschaft mit dem Stadtmuseum Bocholt