Aktuelle Ausstellung

JOSEF FENNEKER

KÜNSTLERISCHE STATIONEN

Ausstellung mit einer digitalisierten Präsentation von über 300 Plakat-Farblithographien vom 12. August bis 28. Oktober 2018

 

Bild: Josef Fenneker: Vorauswahl zur Revue "Schön und Schick" von Hermann Haller und Marcello Schiffer. 1928 Schiller-Theater Berlin.

 

Der Maler, Graphiker, Ausstatter und Bühnenbildner Josef Fenneker (*1895 in Bocholt – † 1956 in Frankfurt/M) ist einer der namhaften Künstler Deutschlands in der ersten Hälfte des 20. Jhs. Die künstlerischen Hauptwirkungsstätten Fennekers in Berlin, Duisburg, Frankfurt a.M. und seine Theaterverpflichtungen ins europäische Ausland ließen lange Zeit fast vergessen, daß er als Plakatgestalter, besonders mit den Filmplakaten aus den 10-er und 20-er Jahren des 20. Jhs., eindrucksvolle Dokumente zur „atmosphärischen Schilderung der Weimarer Republik“ schuf. Einen Einblick in die künstlerischen Stationen des Graphikers und Bühnenbildners Josef Fenneker, mehr aber noch einen Überblick über nahezu alle seine, zum Teil nur noch in einem fragilen Zustand erhaltenen, Plakate (Farblithographien) und Plakatentwürfe gibt eine neue Ausstellung im Stadtmuseum Bocholt, die ab Sonntag, 12. August 2018 geöffnet ist.
Mittelpunkt der Ausstellung ist die digitale Vorstellung von über 300 Plakat-Lithographien Josef Fennekers, die über einen Großbildschirm gezeigt werden. Diese Präsentation gibt erstmals für Bocholt einen umfassenden Überblick der Plakatgestaltung Fennekers. Die Digitalisation wurde veranlaßt durch die Deutsche Kinemathek Berlin, die wohl die umfangreichste Plakatsammlung Josef Fennekers besitzt. Gefördert wurde sie durch die Kulturverwaltung des Landes Berlin und unterstützt von der Sevicestelle Digitalisierung Berlin mit Genehmigung des Rechteinhabers Stadt Bocholt/Stadtmuseum Bocholt. Fennekers Plakate, in denen Einflüsse aus dem Expressionismus, dem Kubismus und dem Futurismus sowie dem Jugendstil und dem Art Deco verarbeitet sind, genießen eltweit, besonders auch in den USA, zunehmende Beachtung und werden als Sammelobjekte hochgehandelt.