Theresienstadt

Klara Möllmann, 1913-2004
"Wie diese 'Sicherheit' aussah, hörten wir erst später..."


Stadtgeschichtliche Ausstellung
über die Deportation von acht Bocholtern
jüdischen Glaubens in das Ghetto Theresienstadt am 27. Juli 1942

 

vom 04. September bis zum 16. Oktober 2019

 

 

 

Bild: Eingangstor zur kleinen Festung im Ghetto Theresienstadt (Hermann Oechtering, Bocholt)

 

„Wie diese ‚Sicherheit‘ aussah, hörten wir erst später.“
Klara Möllmann (1913 – 2004) hatte sie auf ihrem täglichen Weg gesehen, acht der letzten Juden, die bis Ende Juli 1942 noch im sog. Judenhaus Schwartzstraße 14 wohnten. Sie erinnert sich: „Sie hatten auf ihren Mänteln einen gelben Stern, auf dem ‚Jude‘ stand. Und nachher sah man sie gar nicht mehr. Da dachte ich: Wo sind die denn? Später hörte ich, dass sie weggebracht worden waren. Man hatte ihnen vorgemacht, daß sie irgendwohin kämen, wo sie sicher wären. Wie diese ‚Sicherheit‘ aussah, hörten wir erst später.“
Am 27. Juli 1942 wurden acht Bocholter jüdischen Glaubens in das Ghetto Theresienstadt deportiert und dort bzw. in den Vernichtungslagern Auschwitz und Treblinka ermordet. Keiner von ihnen überlebte den NS-Völkermord.
In dieser Ausstellung werden die Deportation und das Schicksal der acht Verschleppten und Ermordeten aus Bocholt mit Fotos, Dokumenten und Texten vorgestellt. Zudem wird das Leben in Bocholt im dritten Kriegsjahr 1942 veranschaulicht.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Eröffnung:

4. September 2019, 19 Uhr

Begrüßung und Grußwort:
Peter Nebelo, Bürgermeister der Stadt Bocholt


Einführung in die Ausstellung:
Josef Niebur und Hermann Oechtering, Ausstellungskuratoren

 

Schlußwort:
Georg Ketteler, Museumsleiter



 

Ausstellung des VHS Arbeitskreises Synagogenlandschaften in Gemeinschaft mit der Gesellschaft für Christlich Jüdische Zusammenarbeit Westmünsterland e. V. und dem Stadtmuseum Bocholt