Josef Fenneker

Josef Fenneker

(*1895 Bocholt -  +  1956 Frankfurt/M.)

 

Ausgewählte Bühnenbild- und Kostümentwürfe


zu Opern von

Richard Wagner und Giuseppe Verdi

 

24. Juli - 2. September 2013

 

 

 



Zum 200. Geburtstag von Richard Wagner und Giuseppe Verdi, zwei bedeutenden Komponisten des 18. Jahrhunderts, zeigt das Stadtmuseum ausgewählte Entwürfe von Josef Fenneker  zu Bühnenbildern   und   Kostümen  der  Opern  von



Richard Wagner:

Tannhäuser und der Sängerkrieg auf der Wartburg -  Lohengrin

Die Meistersinger von Nürnberg

Der Ring des Nibelungen/Vorabend/Das Rheingold und Erster Tag/Die Walküre

(alle Duisburg/30er Jahre des 20. Jahrhunderts)

Giuseppe Verdi:

Der Troubadour (Wien, 1943)

Ein Maskenball (Berlin, 1937 und Frankfurt,
1954)

Don Carlos (Duisburg, 1935 und Berlin, 1948)

 

Unter den ausgestellten Arbeiten finden sich zahlreiche, erstmals in Bocholt öffentlich gezeigte Werke.


Führungen:

Sonntag, 28. Juli 2013, 11 Uhr

Sonntag, 11. August 2013, 11 Uhr

Donnerstag, 22. August 2013, 20 Uhr

und nach Vereinbarung

Eintritt zu den Führungszeiten frei

Josef Fenneker, der seine Arbeit für die Bühne immer als Beitrag zu einem Gesamtkunstwerk verstand, der Bühnenbilder und Kostüme häufig mehrmals entwarf, verwarf und wieder neu formulierte, stattete Wagner-Opern nur in den 30er Jahren des 19. Jahrhunderts für das Stadttheater Duisburg aus. Die Entwürfe zu diesen Ausstattungen, nicht selten statuarisch-kolossal und oft in schweren Deckfarben gehalten, stehen mit ihrer Schilderung des Mittelalters in einem spannenden Gegensatz zu den Entwürfen für Verdi-Opern, in denen südeuropäischer Farbklang vorherrscht.


Giuseppe Verdi ist der Komponist, dem sich Fenneker in seinem Schaffen besonders gern und häufig zuwandte: "Bei Regiesitzungen, bei Angeboten der Bühnen, eine Oper neu bühnenbildnerisch auszustatten, empfinde ich ein besonderes Glücksgefühl, wenn es heißt: eine Verdi-Oper. Der Grund des Beglücktseins, diesem Werke, dieser Musik ein Gesicht zu geben, dss Bild in Farbe zu formen, liegt in der meinem Gefühl besonders nahen tönenden Wärme dieser Musik..." (Fenneker, Januar 1941).

 

Der Duisburger Generalanzeiger vom 30. Juni 1935 schreibt zu Fennekers Schaffen: "... Ging die Duisburger Oper mit der Berufung Rudolf S c h e e l s den entscheidenden Schritt zu neuem Leben  der  Opernbühne ... so  wurde  mit  Josef

F e n n e k e r  ein Ausstattungschef gewonnen, dessen künstlerischer Wille sich in  der  Forderung   zusammenfaßt  nach  i n n e r e r  H a r m o n i  e  und  E i n -
h e i t d e r   I n s z e n i e r u n g..."