RAIMONDO PUCCINELLI

RAIMONDO PUCCINELLI

 

Ausstellung vom 18. Januar bis 12. April 2015

 

 

 

Bild:

Raimondo Puccinelli: Schreitende Gärtnerin, Bronze, 28 x 12 x 9 cm &

Bewegungsstudie, Kohle, 31 x 46 cm

 

 

 

Raimondo Puccinelli wurde am 5. Mai 1904 in San Francisco geboren.

 

Im Alter von 18 Jahren begann sein eigentliches bildhauerisches Studium in den USA, das ihn später auch in die berühmten italienischen Marmorsteinbrüche führte. Gleichzeitig zu seiner bildhauerischen Ausbildungarbeitete Puccinelli auch für das Theater, u.a. als Regieassistent für Max Reinhardt.

 

Seine unabhängige künstlerische Arbeit finanzierte Puccinelli anfangs durch Architekturaufträge sowie durch Arbeiten im Bereichdes Möbel- und Industriedesigns.

 

In den dreißiger Jahren des 20. Jahrhunderts lernte Puccinelli bedeutende Vertreter des modernen Tanztheaters und des Ausdruckstanzes kennen. Die künstlerische Faszination so illustrer Darstellerinnen und Darsteller in diesem Genre wie etwa Katherine Dunham, Martha Graham, Mary Wigman oder Harald Kreutzberg hielt er in vielen Zeichnungen fest und verarbeitete diese Inspirationen in seinen Skulpturen. So konnte er einen ganzeigenen Kosmos körperlicher Bewegungsdarstellungen verwirklichen.

 

Berufungen als Professor für Bildhauerei andie Universität von Berkeley/Kalifornien und an die Bildhauerschule in Baltimore gingen einher mit über 200 Einzelausstellungen und der Teilnahme an vielen Gruppenausstellungen,u.a. auch gemeinsam mit Ernst Barlach und Wilhelm Lehmbruck in New York (1936). Werke von Puccinelli finden sich in vielen namhaften Museen der Welt.

 

Im Jahre 1960 verzog Puccinelli endgültignach Florenz, wo er im Jahre 1986 verstarb. Aus Werken seines Nachlasses wurde durch Vermittlung der Tochter Puccinellis, Frau Rodi Puccinelli Biswas, die Bocholter Ausstellung ermöglicht. Die Ausstellung stellt etwa 70 Skulpturen vor und ermöglicht es, im Bereich der Zeichnungen zahlreiche, bislang noch nicht in der Öffentlichkeit gezeigte Arbeiten kennenzulernen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Eröffnung:

Sonntag, 18. Januar 2015, 11 Uhr

 

 

Grußwort

Hanni Kammler, stellv. Bürgermeisterin der Stadt Bocholt

 

Einführung

Dr. Christine Vogt, Direktorin der LUDWIGGALERIE Schloß Oberhausen

 

Die Ausstellung wird in den Räumen des Stadtmuseums und des gegenüberliegenden Kunsthauses gezeigt. Die Einführung beginnt im Kunsthaus.

 

 

 

 

„Sich wiederholende Wahrnehmungen sindnotwendig, will man sich einem Kunstwerk alsGanzes annähern – diesem Spiegel, in dem derMensch zu sich und der Natur finden kann inseinem Wechselverhältnis zur Zeitlosigkeit.“

 

Raimondo Puccinelli