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Objekt des Monats  – März 2026

Einmal im Monat präsentiert das Stadtmuseum in Kooperation mit dem Bocholter-Borkener Volksblatt (BBV) ein Objekt aus seiner Sammlung.

Maximator

Der Griffeladdierer „Maximator“ gehört zu den anschaulichsten mechanischen Rechenhilfen des frühen 20. Jahrhunderts. Produziert wurden die Geräte Anfang der 1950er Jahre.

Das flache, handliche Gerät arbeitet ohne Zahnräder oder komplexes Innenleben: Im Inneren befinden sich lediglich vertikal bewegliche Streifen, jeweils einer für jede Dezimalstelle. Über schmale, auf der Vorderseite sichtbare Schlitze werden diese Streifen mit einem Griffel bewegt, sodass Additionen und Subtraktionen direkt als Klarschrift-Ergebnis in einem Anzeigefeld erscheinen. Charakteristisch ist dabei die geschwungene Führung am Ende des Schlitzes, durch die beim Überschreiten der Zehnergrenze automatisch ein Übertrag in die nächsthöhere Stelle ausgelöst wird. Gerechnet wird von rechts nach links, also beginnend mit der Einerstelle – ein Verfahren, das die Logik des Dezimalsystems auf einfache, beinahe didaktische Weise sichtbar macht. Der Griffeladdierer verbindet damit funktionale Präzision mit bemerkenswerter konstruktiver Eleganz: Als mechanisches Alltagsinstrument zeigt er, wie mit minimalen Mitteln eine zuverlässige Rechenoperation ermöglicht werden konnte. Zugleich verweist der „Maximator“ auf eine Zeit, in der Rechnen noch als händischer, nachvollziehbarer Vorgang erfahrbar war und technische Hilfsmittel vor allem durch einfache, robuste Lösungen überzeugten

 

Stadtmuseum Bocholt, Inv. Nr. 2026/02

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