
Das Bocholter Stadtmuseum fühlt sich seiner Stadt, ihrer Geschichte und ihren Bürgerinnen und Bürgern verpflichtet. Als Gedächtnis der Stadt bestehen seine Aufgaben darin, zeitgeschichtliche Zeugnisse zu sammeln und zu bewahren, um stadtgeschichtliches, kulturhistorisches und gesellschaftliches Erbe zu erforschen, auszustellen und zu vermitteln. Damit konzentriert es sich zugleich auf die vom ICOM (International Council of Museums) formulierten Kernaufgaben für Museen.
Das Stadtmuseum Bocholt sieht seinen Auftrag darin, Bocholter Geschichte von den frühesten geologisch-paläontologischen Quellenfunden bis hin zur Gegenwart im hauptsächlich regionalen Kontext darzustellen, ohne überregionale geschichtliche Bezüge zu vernachlässigen.
Willkommenskultur
Alter, Herkunft, Religion, Geschlechtsidentitäten, Kulturen, Interessensgebiete, Milieus: Die Stadt Bocholt ist eine bunte und in vielerlei Hinsicht diverse Stadt. Dies spiegelt sich auch im Selbstverständnis des Bocholter Stadtmuseums wider. Es steht allen Generationen offen und lädt insbesondere diejenigen ein, die das Haus noch nicht kennen. Ein besonderer Fokus liegt auf Barrierefreiheit, Inklusion und Integration. Durch eine Mehrsprachigkeit öffnet sich das Museum auch für Besuchende aus anderen Ländern sowie Menschen mit internationaler Familiengeschichte.
Mit einer aktiv gelebten Willkommenskultur strebt das Bocholter Stadtmuseum eine Bereicherung des Wissens, des Alltags und der Freizeit für möglichst viele Menschen an.
Im Austausch
Das Stadtmuseum Bocholt steht in einem aktiven Dialog mit seinen Besuchenden und regt gesellschaftlich relevante, bürgernahe Dialoge auf Augenhöhe an. Interaktionen durch Evaluations- und Mitwirkungsangebote ermöglichen den Besuchenden im Stadtmuseum Bocholt unterschiedlichste Beteiligungsformate zur Reflexion und zum direkten Austausch untereinander sowie mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Museums.
Identifikationsort
Als demokratische Kulturinstitution dient das Bocholter Stadtmuseum als Vermittlerin zwischen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Eine Kernaufgabe des Stadtmuseums besteht darin, ein reflektiertes historisches Bewusstsein bei den Besuchenden zu fördern und es damit zu einem Identifikationsort mit der eigenen Geschichte werden zu lassen. Durch eine zeitgemäße und lebendige Präsentations- und Vermittlungsarbeit wirkt das Museum nah am Menschen und schafft so vielfältige Anknüpfungspunkte für Interessengruppen und Generationen. Weiterhin verpflichtet sich das Museum dazu, originale Zeugnisse als Repräsentanten ihrer Zeitgeschichte zu sammeln, zu bewahren und auszustellen, um nicht nur der heutigen Gesellschaft, sondern auch zukünftigen Generationen Einblicke in ihre kulturelle Identität zu ermöglichen.
Verantwortung
Das Stadtmuseum Bocholt unterliegt als öffentliche Einrichtung einem Bildungsauftrag zur Stärkung der demokratischen Grundordnung und fördert aktiv Initiativen im Rahmen der Erinnerungskultur. Des Weiteren ist sich das Stadtmuseum den Herausforderungen und Aufgaben im Bereich des Klimaschutzes und der Ressourcenschonung bewusst und möchte sich als zeitgemäße Kultureinrichtung perspektivisch nachhaltig weiterentwickeln. Dies gilt auch für den Umgang mit dem gesellschaftlichen Wandel sowie der digitalen Transformation. Deshalb setzt sich das Bocholter Stadtmuseum regelmäßig kritisch mit seiner Arbeit, seiner strategischen Ausrichtung sowie seinem Leitbild auseinander und stellt sich stetig auf aktuelle Herausforderungen und Anforderungen der Gesellschaft und Kulturinstitutionen ein.
Trägerschaft
Das Stadtmuseum Bocholt wird in gemeinsamer Trägerschaft der Stadt Bocholt und des Vereins für Heimatpflege Bocholt e.V. betrieben.
